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Die Grube Messel im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Grube Messel | © Dominik „Dome“, Flickr Ölschiefer aus der Grube Messel | © Gretarsson, Commons Wiki Wer von euch kennt die Grube Messel im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen nicht? Die Kulturstätte hat einen Durchmesser von etwa 1 km und geht ca. 60 m in die Tiefe. Wirklich ganz tief abwärts bis zur Grubensohle. Enorme fossile Schätze wurden in dem vor 48 Millionen Jahren entstandenen Maarvulkan-See schon entdeckt und täglich kommen neue Funde hinzu. Vollkörperskelette, Haut und Fellschatten, Federn, und sogar die Reste von unverdauter Nahrung. Nach dem Aussterben aller Dinoarten veränderte sich die Tier- und Pflanzenwelt noch einmal explosionsartig, praktisch nach dem ganz großen >>Big-Bang<<. Die gefundenen Fossilien in…
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Korallensteine – die Wunder unsere Zeit
Eine uralte und spannende Geschichte. Schon in meiner frühen Schulzeit entdeckte ich die wunderbare und unendlich erscheinende Welt der Korallen. Die Formen und Farben fazinierten mich einfach magisch. Ich war einfach sehr interessiert an neuen Dingen und das erkannte auch mein Uropa, der mir dann einen kleinen Korallenschein schenkte und sogar noch den Fundort benannte. Der kleine Wabenstein jedenfalls, stammte aus der unmittelbaren Gegend der sagenumwobenen Veleda-Höhle, auch besser bekannt als der >>Hohle Stein<<. Als Schüler kraxelten wir auch in der Höhle herum, die heute zum Schutz vor Zerstörungen mit einem schmiedeeisernen Tor fest verschlossen ist. In die Höhle kommen nur noch Besucher aus nah und fern und vor allem…
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Asbeck im Sauerland
Im sauerländischen Asbeck befindet sich ein aktiver Steinbruch, der im sicherlich bekannten Hönnetal liegt. Die Sauerländer kennen ja ihre Gegend wie die Westentasche. Davon gehe ich mal stark aus. Das Hönnetal befindet sich auch südöstlich gesehen von Oberrödinghausen und westlich von Eisborn. Einen kleinen Kompass braucht ihr sicher nicht, eher ein Navi im Auto, wenn ihr diese Gegend besuchen wollt. Also im Märkischen Kreis gelegen, füge ich mal hinzu. In diesem Kalksteinbruch gibt es, wie in den anderen Steinbrüchen in unserer Region, massiv Massenkalk aus dem obersten Mitteldevon, sowohl aus dem tiefsten Oberdevon. Gebanktes Fazies wird dort auch abgebaut. In diesem Steinbruch der Rheinkalk AG wurden schon viele schöne Fossilien…
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Immental (LSG) bei Brilon-Nehden
Aus dem Oberdevon-Famenium stammt dieser sehr seltene Goniatit. Gefunden wurde das fossile Schalentier (Becker 1993) im Immental bei Brilon-Nehden. Sehr schön anzuschauen ist der braune Ammonit. Die feinen Linien auf der harten Schale fallen einem Betrachter besonders auf. Die allergrößte bekannte Art der sogenannten Kopffüßler, >>Parapuzosia seppenradensis<<, besitzt wirklich einen unglaublichen Schalendurchmesser von 1,80 m. Mein gefundener Goniatit hingegen kann nur wenige Millimeter im Vergleich vorweisen. Die Formen und Muster der Gehäuse variieren auch erheblich und neben der Form sind die Kammerscheidewände – Lobenlinie oder Stur die wichtigsten Bestimmungsmerkmale. Ammoniten traten zuerst im Unterdevon auf und stellten bis zu ihrem Aussterben am Ende der Kreidezeit vor ca. 350 Millionen Jahren…
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Der Skorpion aus Brasilien
Dieser winzige Skorpion aus Brasilien mit seinen gefährlich aussehenden Scheren ist ein seltenes Prachtstück aus Brasilien. Ca. 125 Millionen Jahre alt ist dieses nur 22 mm große Insekt und aus der Gegend der sehr begehrten Santana- oder auch Crato Formation. Diese Gegend liegt im sogenannten Araipe-Becken in der Region Santana im Osten des tropisch-feuchten Brasiliens. Diese Landmasse befindet auch in dem Grenzgebiet der beiden Bundesstaaten Pernambuco, Piani an Ceará. Dieser kleine Krabbler stammt jedenfalls aus der unteren Kreidezeit und das Klima war ebenso tropisch- warm wie heute, wobei man aber auch die dramatischen Klimaschwankungen sicher nicht vergessen darf. Die Abholzung des Regenwaldes schreitet immer weiter voran, eine traurige Wahrheit. Die…
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Aus der Tiefe des Meeres
Ihr werdet es kaum glauben, diese drei fossilen Fische sind über 35 Millionen Jahre alt und kommen aus der weltbekannten Gegend von Cereste in Frankreich. Es handelt hier sich um einen Altfund. Diese schöne Kalkplatte bearbeitete ein handwerklich geschickter Mensch sehr fachmännisch. Zuvor wurde die Platte sorgsam aus dem Kalkstein getrennt. Heute herrscht auf dem privaten Gelände ein absolutes Grabungsverbot. Deshalb gibt es neue Fossilien aus dieser Gegend nicht mehr im weltweiten Handel. Die drei fossilen Barsche mit den wohlklingenden Beinamen >>Daplis Macrusus<< wurden mit einer hauchdünnen Lackschicht optisch hervorgehoben. Die Länge dieser Kalksteinplatte beträgt 34,5 cm x 29,5 cm Breite. Zwei fossile Fische besitzen die Maße von 10,00 cm.…
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Der Fischschwanzdolch aus dem Sauerland
Der handliche Fischschwanzdolch wurde vor langer Zeit in der verkarsteten Bergwelt des Sauerlandes gefunden. Die sehr wichtigen Geodaten sind löblicherweise noch vorhanden und das kleine Kultobjekt reinigte bis heute noch niemand. Nur zu gut. Denn die Rückseite des fossilen Werkes ist ganz überzogen mit feinen Korallen. Eben ein fossiler Stein aus dem Devon und ca. 200 bis 300 Millionen Jahre alt. Die geschichtsträchtige Veleda-Höhle steht mit in Verbindung. Die Korallenbänke standen einst voller Blüte. Auch ist auf der Oberseite des Dolches ein recht kleiner Polyp auszumachen, dessen Öffnung bei einer näheren Betrachtung einem menschlichen Auge gleicht. Ich fertige noch eine gute Makro-Aufnahme davon an. Anscheinend schrieb auch jemand dazu:…
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Der Trilobit aus dem Unterdevon
Dreilappenkrebse werden sie fälschlicherweise genannt, dabei handelt es sich um die ersten Gliederfüßer der irdischen Evolution. Genauer bezeichnet, es handelt sich um ausgestorbene Trilobiten, die in der gesamten Spanne des Pälozioikums (Erdalterum) lebten. Von der zweiten Serie des Kambriums (Beginnt vor ca. 521 Millionen Jahren), bis hin zum Massenaussterben am Ende des Perm vor etwa 251 Millionen Jahren. Verdammt lang her, sage ich mir immer. Der Trilobit auf meinen Bildern stammt aus dem Unterdevon – Oberemsium. Das kleine Fossil wurde in der marokkanischen Gegend von Djebel, Oufatene, ca. 25 km entfernt von SE Alnif (Anti-Atlas) gefunden. Spezifisch bezeichnetet handelt es sich einen um Morocops ovatus. (Mc Keller&Chatterton 2009). Das Fossil…
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Die mexikanische Heuschrecke im Bernstein
Gefangen im >>Ewigen Bernstein<< Diese 4 mm große Heuschrecke schwirrte einst in der mexikanischen Gegend von Municipio Simojovel, Chipas, dem nördlichen Grenzgebiet, durch die subtropischen Lüfte. Solche Relikte aus unserer epochalen Vergangenheit erreichen kaum noch den europäischen Markt. Das gefangene Insekt in der Zeitkapsel ist weit über 20 Millionen Jahre alt. Und eigentlich werden solche Steine nach 200 Jahren aufgrund von Umweltfaktoren unansehnlich. Eine erstaunenswerte Erkenntnis, daran kann man leider überhaupt nichts ändern. Ob nun durch Druckbehälter oder Wassereinlagen. Die Farbe des Bernsteins verändert sich gravierend. Wissenschaftliche Erwähnung fand der Bernstein erst in der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Erst ab den 1950er Jahren wurde der gelbe Chipas Bernstein…
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Der Schwimmsaurier aus der chinesischen Provinz Guizhou
Diese evolutionären Schwimmkünstler tummelten sich vor ca. 245 bis 228 Millionen Jahren im europäischen Tethysmeer. Ebenso waren sie in der Region Süd-Chinas zahlreich vertreten. Aber nicht nur im Meer, auch in den küstennahen Gebieten und auf dem Festland lebten diese Saurier der Mitteltrias (Ansisium-Ladinium). „Kweichow Echse“ – Keichosaurus Hui Die Pachypleurosauria besaßen eine längliche Körperform und kleine Köpfe. Die Schädelform der bis zu einem Meter groß werdenden Reptilien war leicht gebaut und ebenso langgestreckt. Die Augen- und Nasenhöhlen waren groß, die Zähne stiftförmig und spitz. Zwischen den Zähnen gab es große Zwischenräume. An der Vorderseite der Kiefer standen die Zähne hervor. Der abgeflachte Ruderschwanz verhalf den Schwimmsauriern mit seitlichen Bewegungen…