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Ein Tag, der alles verÀnderte
Wo die Egau leise erzĂ€hlt Im Egautal, wo Wege schweigen,und alte BĂ€ume sich verneigen,zieht still die Egau durch das Land,als hielte Zeit sie an der Hand. Sie kennt die Steine, kennt die Jahre,kennt Sommerwind und Winterjahre,sie zieht vorbei an Wald und Flurund schreibt Geschichten in die Natur. Am Wegesrand, im hellen GrĂŒn,kann die wilde Blume blĂŒhân,ein Vogel ruft vom nahen Ast,als grĂŒĂte er den Wandergast. Die Felsen stehen still dabei,fĂŒr sie zieht manches Jahr vorbei.Was heute Gras und Moos bedeckt,hat lĂ€ngst vergangne Zeit versteckt. Vielleicht erzĂ€hlt ein kleiner Steinvon einem lĂ€ngst verschwundnen Sein,von Meeren, die hier einst gewesen,als könnte man die Erde lesen. Und manchmal bleibt man einfach stehân,um still…
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The Deep Water
Ein Fund zwischen Fantasie, Geologie und der Geschichte des Sauerlandes. Im Juli 2020 fĂŒhrte mich mein Weg wieder zur Veleda-Höhle. Ich genieĂe auch heute diese ruhigen Zeiten in der bewaldeten Gegend. Schon als kleiner Schuljunge erforschte ich mit meinen Freunden die Gegend. Als Kinder waren wir verdammt viel im Wald. Wie die meisten Kinder der 70iger Jahre halt. Wir lebten noch ohne Handy aber dafĂŒr mit einem Taschenmesser in der Hose. Das war unsere StandardausrĂŒstung. Wir schnitzten Pfeil und Bogen zurecht und niemanden störte es. Die uralte Karsthöhle im devonischen Massenkalk ist einfach ein faszinierender Ort. Nur ein paar Meter neben dem Höhleneingang, unter einem schattigen Baum, fiel mir ein…
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Fossilien suchen im Steinbruch Solnhofen
Eine Reise 150 Millionen Jahre rĂŒckwĂ€rts Es gibt Orte, an denen man spazieren geht. Und es gibt Orte, an denen jeder Hammerschlag ein Fenster in eine lĂ€ngst vergangene Welt öffnen kann. Solnhofen gehört zweifellos zu diesen besonderen Orten. Wenn ihr den Hobbysteinbruch in Solnhofen besucht, setzt ihr eure FĂŒĂe nicht einfach in einen Steinbruch. Nein, ihr  befindet euch auf dem Boden einer tropischen Lagunenlandschaft, die vor rund 150 Millionen Jahren existierte. Damals lag SĂŒddeutschland noch in einem warmen Flachmeer mit zahlreichen kleinen Inseln. Zwischen ihnen befanden sich ruhige, salzreiche Lagunen, in denen kaum Sauerstoff vorhanden war. Starb dort ein Tier oder sank eine Pflanze auf den Meeresboden, konservierte die natĂŒrliche Umgebung…
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NWA 16387
Sternenstaub Meteoriten wie der NWA 16387 sind bestimmt weit mehr als bloĂe Gesteinsbrocken aus dem All. Sie sind Ăberreste jener Materie, aus der sich vor rund 4,56 Milliarden Jahren die Planeten unseres Sonnensystems bildeten. Und all die Lebensformen auf unserem Planeten natĂŒrlich. Wir verstehen noch so vieles in unserem Universum nicht.  Und ich befĂŒrchte, die Fragen werden niemals enden. Selbst die festgehaltenen Antworten Ă€ndern sich in einem rasanten Tempo. Nichts bleibt so, wie es ist. Das ist auch die Regel des Universums. Besonders spannend finde ich auch die Klassifikation:  CK3-Chondrit. Die Gruppe der CK-Chondrite gehört zu den seltenen kohlenstoffhaltigen Meteoriten. Sie enthalten unerzichtbare Informationen ĂŒber Prozesse, die lange vor der…
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Die Geschichte meines Lebens
Ich heiĂe Mary Anging. Wenn ich heute auf mein  Leben zurĂŒckblicke, höre ich zuerst das Meer. Das unaufhörliche Tosen der Wellen, die gegen die Klippen von Lyme Regis schlagen. Der Wind, der mir ins Gesicht peitschte. Die KĂ€lte, die sich durch jede Naht meiner zerschlissenen Kleidung fraĂ. Im Jahr 1811 war ich gerade einmal zwölf Jahre alt. Meine HĂ€nde waren von scharfem Gestein aufgerissen, meine Schuhe lĂ€ngst durchgelaufen. Damals wusste ich noch nicht, dass ich eines Tages dazu beitragen wĂŒrde, die Geschichte unserer Erde neu zu schreiben. Ich wurde 1799 in Lyme Regis geboren. Wir waren arm, sehr arm. Von neun Kindern meiner Eltern ĂŒberlebten nur mein Bruder Joseph und…
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GlĂŒck auf, der Steiger kommt! âïž
Bergbaumuseum in Ramsbeck Wenn die  Steine ihre  Geschichten erzĂ€hlen  Da ich in einem kleinen Dörfchen lebe, ist dieser Beitrag fĂŒr mich eine besondere Reise in die Vergangenheit. Mein Blick wandert heute direkt ins nahegelegene Ărtchen Ramsbeck. Manche Unkenrufe behaupten ja, dort sei der Hund begraben. Dem muss ich energisch widersprechen: Mein Hund lebt noch, erfreut sich bester Gesundheit und grĂ€bt höchstens im Garten nach seinen eigenen âFossilienâ (Marke: Rinderknochen). đŠŽÂ Â FrĂŒher fuhr ich mit dem BĂŒrgerbus der Gemeinde Bestwig durch Ramsbeck. FĂŒnf Jahre lang ging es ĂŒber Berlar ab ins Tal, immer vorbei am schicken Bergbaumuseum mit seinem markanten Förderturm. Das war mein tĂ€gliches Sightseeing-Programm! Vom Helm-Verteiler zum Stein-FanBesonders gern erinnere ich…
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Auf dem RĂŒcken eines Buckelwals đł
 Es ist ein sonniger Morgen an der OstseekĂŒste: WĂ€hrend sich die ersten Sonnenstrahlen durch die dichten NebelbĂ€nke kĂ€mpfen, steht eine junge Sammlerin mit wehendem Haar am Ufer. Sie blickt durch ihr Fernglas auf einen dunklen Schatten im Meer: Es ist Hope. Der Buckelwal, der die Welt wochenlang in Atem hielt, schwimmt in Richtung Nordsee â zurĂŒck in seine Heimat. Eine weite Reise liegt noch vor ihm. Sein tiefes, vibrierendes Brummen geht den Menschen am Ufer durch Mark und Bein â ein letzter AbschiedsgruĂ, in dem die ganze Erleichterung der vergangenen Wochen mitschwingt. Die Rettungsaktion fĂŒr Hope war ein Drama, wie es die OstseekĂŒste selten erlebt hat. Selbst der legendĂ€re Tierfilmer Heinz…
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RĂ€tselhaftes aus unser Vergangenheit
đ Das RĂ€tsel des Ostenbergs: Herrscher-Antlitz oder Werkzeug? Hallo liebe Entdecker-Community! Heute haben wir eine ganz besondere Kopfnuss fĂŒr euch. Ein FundstĂŒck, das Jahrzehnte in einer alten Holzkiste im Keller schlummerte, wartet darauf, sein Geheimnis endlich preiszugeben. đ Die Fakten zum FundDieses faszinierende Objekt stammt aus der geschichtstrĂ€chtigen Umgebung der Veledahöhle im Sauerland. Es ist kein Stein, sondern ein massives StĂŒck gebrannter Ton. Also Stein auf jeden Fall. Eine Mischung halt. MaĂe: Beeindruckende 15,0 x 9,5 x 4,5 cm. Die Front: Ein markantes, fast schon strenges Gesicht blickt uns entgegen. Man erkennt eine hohe Stirn und einen langen, stolzen Bart â die ZĂŒge eines mittelalterlichen Herrschers? Was meinst ihr dazu? Die RĂŒckseite: Hier…
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Das ChamÀleon vom Ostenberg: Ein devonischer Zeitzeuge
Die Entdeckungsgeschichte Es ist ein heiĂer Julitag in Bestwig-Velmede. Nur fĂŒnf Minuten FuĂweg von meiner HaustĂŒr entfernt, flimmert die Luft am SĂŒdhang des Ostenbergs. Mein Ziel ist die Umgebung der geschichtstrĂ€chtigen Veleda-Höhle. Ich mache mich auf den Weg und beobachte meine Umgebung sehr genau. Ich bin auch gerne in der freien Natur. Ihr sicher auch. WĂ€hrend die meisten Wanderergesellen  gern den Ausblick genieĂen, beobachte ich auch den moosigen Boden. Im hellgrauen Hangschutt des mitteldevonischen Massenkalks entdecke ich es: Ein 11 cm langes Objekt, das mich aus der Zeitlosigkeit anzustarren scheint. Es ist das âChamĂ€leon von Velmede“ und ich bin sofort fasziniert von diesem ewigen Zeugen. NatĂŒrlich habe ich eine  Erlaubnis…
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Mon Petit Oursin – Mein kleiner Seeigel
Der winzige König von Rioux: Die Reise des Hyposalenia acanthodes SchlieĂt einmal eure Augen und stellt euch eine Welt vor, in der unser Kontinente noch nicht verbunden waren. Unser europĂ€isches Land war ein suptropisches Archipel. TĂŒrkisfarbenes, warmes Wasser umspĂŒlte die noch flachen KĂŒsten (UrlaubstrĂ€ume?) , und genau dort â im heutigen Rioux in der Charente-Maritime â beginnt vor unvorstellbaren 97 Millionen Jahren die Geschichte eines besonderen Seeigels. Ich stelle euch den Seeigel einfach mal vor.  Es ist Hyposalenia acanthodes â AGASSIZ. Ist das euch etwas zu wissenschaftlich? Ich beschreibe den kleinen Stachler einmal erklĂ€rbar. Mit seinen zierlichen 11 x 7 mm ist er zwar winzig, aber seine Geschichte ist gewaltiger…