Mondgestein

In the Shadow of the Night

"Run away, Moon."

Die vor Jahrhunderten handgeformte Mondmaske aus Lehmstein stammt aus der bergischen Region unseres schönen Sauerlandes. Einen Steinwurf von meiner Wohnung entfernt befindet sich der einstige Fundort. Der Finder barg die Maske in einem Gesteinshaufen. Erwähnenswert finde ich, dass der Finder auch eine Steinsohle in der Größe von 38,5 cm entdeckte. Auf diese Tonsohle werde ich auch noch einmal ausgiebig eingehen.  Es handelt sich um einen legalen Altfund aus längst vergangenen Zeiten. 

Die Oberfläche des unverwüstlich erscheinenden Steins sieht bei Nässe wie aalglatt lackiert aus. Gebrannt wurde die Mondmaske bestimmt in einer speziell angefertigten Brennkammer. Auffallend schwer ist auch der Stein. 

Der Mond bestimmt bekanntlich unseren biologischen Rhythmus. Wölfe heulen ihn an und viele verliebte Paare verbringen ihre gemeinsamen Nächte in seinem Licht. Von der Nord- bis zur Südhalbkugel. Ohne den Mond gebe es keine vier Jahreszeiten und auch keine Ebbe und Flut. Wir sind unweigerlich mit dem Riesen verbunden und hinterließen auch schon einen Abdruck auf seiner staubigen  Oberfläche. 

Im Volksglauben war der Mond mit seinen sichtbaren Vertiefungen auch der Großen Göttin Luna gewidmet. Sie besaß ein unbeimliches Antlitz, wenn ihr Schein verschwand und die Finsternis die Menschen zum Fürchten brachte. 

In die Rillen der Maske schrieb jemand hinein. Der Verfasser hinterließ ebenso Symbole. Das rechte Auge symbolisiert meiner Meinung nach den Halbmond. In der Vertiefung der rechten Augenhöhle befindet sich auch eine kleine Figur. Die mittelalterliche Darstellung verwitterte und verblasste nicht. 

Es steht eindeutig fest, dass die Menschen im mittelalterlichen Leben einen lunaren Kalender nutzten. Die benannte Eddastelle, die Auskunft über den Namen des Mondes gibt, deckt sich mit den modernen Erkenntnissen der Sprachforschung, nach der Mond auf eine indoeuropäische Wurzel *me- mit der Bedeutung messen zurückgeht. Mondkalender gab es schon in vielen antiken Kulturen und die dazu genutzten Masken ebenso. 

Sonne und Mond

Mond bei den Menschen,

Mindrer bei den Göttern,

Himmelsrad bei El,

Eiler bei den Riesen,

bei den Elben Schein,

bei den Zwergen Zeitmesser.

(Alvissmaál)

Jemand nutzte einst den hellen Mondschein, um sein Werk zu gestalten. Der Mond spendete ihm viel Licht und Energie bei seiner Arbeit. 

Ich hoffe, mein Beitrag hat euch gefallen. Ihr könnt gerne kommentieren und mein Gästebuch nutzen. Ich wünsche euch noch viel Spaß. 

16,00 cm lang x 13,00 cm breit, 3,5 cm hoch. Die Mondsichel ist gut sichtbar.
Das Original mit der Sichel.
Martin Luther links unten im Bild.
Der Kölner Dom im Mittelalter.

Hallo zusammen! 👋 Ich bin Christian, der Kopf hinter fossilienland.com. 🦴Ursprünglich komme ich aus dem Sauerland – dem Land der 1000 Berge. Hier habe ich die Welt der Fossilien quasi direkt vor der Haustür. Ob fossile Fledermäuse oder urzeitliche Insekten: Mir geht der Schreibstoff garantiert nicht aus! 🦇🦟Aber ich bin nicht mehr allein: Ich freue mich riesig, dass Yvi jetzt mit an Bord ist! 🚀 Als waschechte Kölnerin bringt sie ordentlich frischen Wind und Energie ins Team – wie ihr ja schon auf unserem Profilbild sehen könnt! ✨📸Zusammen mixen wir unsere Leidenschaft für Urzeit-Funde mit professionellem Webdesign. 🤫Habt ihr Fragen zu unseren Funden oder Themen? Schreibt es mir einfach direkt in die Kommentare – ich freue mich auf den Austausch mit euch! 💬👇Alles Liebe und ein herzliches „Maach et joot!“Euer Christian 🙋‍♂️

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert