Seltene Schätze aus Frankreich
Ammoniten aus dem sonnenverwöhnten Nachbarland Frankreich sind ganz besondere Zeugen unserer Vergangenheit, denn sie haben Flair und Charakter. Und natürlich eine sehr interessante Geschichte, von der ich berichten möchte. Es handelt sich ja auch sichtlich um den dritten Kopffüßer, den ich auf meiner Seite präsentiere. Und los geht es schon.
Der blaue Planet
Die Kontinentalplatten der Erde in der heutigen Form gab es noch nicht und die junge Welt bestand überwiegend aus Wasser und vielen herausragenden Kleininseln. Unzählige Arten von Ammoniten lebten inmitten des tosenden Meeres, in dem sich auch weitere geheimnisvolle Kreaturen befanden. Aber auch an den flachen Gewässerstellen gediehen diese einzigartigen Lebewesen gut. Das Beute und Jäger Verhältnis war perfekt abgestimmt.
Es handelt sich um eine sehr spezielle Geschichte, lange vor unserer eigenen Zeit. Es war sprichwörtlich eine fabelhafte und explodierende Phase der Evolution vor etwa 407,6 bis 66 Millionen Jahren. Die Dinos existierten auch noch auf unserem Planeten, die ebenso einzigartig erschienen.
Die Lebensspanne
Der Ammonit mit dem wissenschaftlichen Namen Diplomoceras könnte durchaus 200 Jahre gelebt haben. Die umfassenden Schalenuntersuchungen deuten stark darauf hin. So alt kann ein Haifisch oder vielleicht ein Walfisch in der Tiefsee werden.
Parkinsonia of Padypleura (Buckman 1925)
Kaum zu glauben, aber wirklich wahr. Diese grazilen und zudem sehr flinken Ammoniten waren Fleischfresser. Mit ihren Tentakeln schnappten sie sich hungrig kleine Fische, Krebse und andere Wirbellose. Der Speiseplan dieser schnellen Jäger war sehr reichhaltig und vor allem gesund. Wir Menschen kennen diese Speisen ebenso nur zu gut.
Ihr solltet euch von der Größe meines kleinen Ammoniten nicht blenden lassen, denn es gab wahre Monster unter ihnen, die noch größer als ein Autoreifen waren. Mein Ammonit ist nur 3 cm groß im Durchmesser und hat auch nur ein Federgewicht.
Parapuzosia Seppenradensis (Landois 1895)
Dieser Ammonit aus der Oberkreide von Norddeutschland existierte vor ca. 72 Millionen Jahren im sogenannten frühen Campanium. Der absolute Gigant war der größte bekannte Kopffüßer des Erdzeitalters. Er wurde vor ca. 120 Jahren in Seppenrade entdeckt. Das Exemplar misst 174, 2 cm und wiegt 3,5 Tonnen. Riesenwuchs trat bei den Ammoniten häufiger auf. So kamen diese schweren Fleischfresser zustande, weil sich der globale Meeresspiegel stark erhöhte.
Ein herkömmlicher LKW schafft dieses Gewicht von 3,5 Tonnen schon. Im Dezember 1980 wurde der Riese vom alten zum neuen Naturkundemuseum des LWL transportiert. Nun aber zurück zu meinen seltenen Ammoniten. Er ist klein, aber fein.
Starke Rippen sind erkennbar auf der Oberfläche meines Winzlings (hoch komprimierten Spiralhülle). Ein wirklich seltener Schatz aus Frankreich, den ich zu hüten weiß. Der Ammonit auf dem Bild wurde auch professionell präpariert von Fachleuten in Frankreich.
Bathanium
Die wichtige Stufe dieses seltenen Ammoniten wird mit diesem Begriff klar definiert. Es gibt natürlich auch noch eine Unterstufe.
St. Benin D´Azy – Frankreich
Fossilien dieser einzigartigen Gattung wurden in der Jurazeit Frankreichs gefunden. Ebenso gibt es weitere Funde in Deutschland, Iran, Russland, England, und in den Staaten. Und es kommen täglich neue Funde hinzu. Geschichte wird so wirklich gelebt.
Gefiel euch mein Beitrag wieder? Dann könnt ihr dazu gerne kommentieren oder etwas nettes in mein Gästebuch schreiben. Ich freu mich darüber.

Chris
Hallo, ich bin ja ein gebürtiger Sauerländer und hab die Welt der Fossilien direkt vor meiner Nase. Hier in den Bergen gibt es immer etwas berichten. Sei es nun eine fossile Fledermaus oder ein Insekt. Der Stoff geht mir bestimmt sicher nie aus. Es gibt nun auch Neuigkeiten. Mein neuer Blogbeitrag ist draußen. Es handelt sich um einen seltenen Ammoniten aus Frankreich. Wenn ihr Fragen dazu habt, kommentiert ruhig und hinterlasst einen Gästebucheintrag. Ich freue mich darüber. See you Soon. :-) Chris ☺️