Der marokkanische Trilobit
Dreilappenkrebse werden sie fälschlicherweise genannt, dabei handelt es sich um die ersten Gliederfüßer der irdischen Evolution. Genauer bezeichnet, es handelt sich um ausgestorbene Trilobiten, die in der gesamten Spanne des Pälozioikums (Erdalterum) lebten. Von der zweiten Serie des Kambriums (Beginnt vor ca. 521 Millionen Jahren), bis hin zum Massenaussterben am Ende des Perm vor etwa 251 Millionen Jahren. Verdammt lang her, sage ich mir immer. Der Trilobit auf meinen Bildern stammt aus dem Unterdevon – Oberemsium. Das kleine Fossil wurde in der marokkanischen Gegend von Djebel, Oufatene, ca. 25 km entfernt von SE Alnif (Anti-Atlas) gefunden. Spezifisch bezeichnetet handelt es sich einen um Morocops ovatus. (Mc Keller&Chatterton 2009). Das Fossil auf dem schönen Stein besitzt ein unglaubliches Zeitalter von ca. 395 Millionen Jahren und hat die Maße von 50 x 30 mm. Das KI-Video dazu ist ein Schmankerl, wie ich finde.
Bis heute sind ca. 15 000 Arten bekannt, die sich auf ingesamt 8 Ordnungen verteilen. Die Größe der Trilobiten erstreckt sich von wenigen Millimetern bis hin zu einer Länge von 75 cm. Und es wurden noch nicht alle Trilobiten erfasst. Es werden täglich mehr. Arthropoda, die andere wissenschaftliche Bezeichnung der Trilobiten lebten ausschließlich in den urzeitlichen Meeren.
Manche Trilobiten waren sogar augenlos, also blind. Alle anderen Trilobiten hatten faszinierende Facettenaugen mit über 15 000 einzelnen Linsen. Die Panzer der Trilobiten wuchsen nicht mit, deshalb mussten sich die Tiere regelmäßig häuten und ihre harten Schalen abwerfen. Im Ergebnis handelt es sich deshalb bei den gefundenen fossilen Stücken nur um sogenannte Häutungsreste. Aber auch nicht schlecht anzuschauen.
Alle Trilobiten schützten sich vor Fressfeinden durch ihren Panzer, dessen auffällige Dreiteilung namensgebenden für die ganze Ordnungsgruppe war.
Trilobiten hierzulande sind vergleichsweise selten zu finden, aus dem Devon wurden in Bundenbach oder der Eifel schon einige Exemplare gefunden. Besonders die Felder bei Gees sind noch zu erwähnen. Aber auch im Frankenwald gab es schon Entdeckungen, wenn auch in rarer Form.
Wie es einen Trilobiten so ergehen kann, seht ihr ja in dem kurzen Video. Ich finde die Verfolgungsszenen jedenfalls außerordentlich beeindruckend.
Habt noch viel Spaß in der ersten Woche des neuen Jahres 2025. Alles vergeht so schnell, wie ihr wißt. Unser aller Leben ist so kurz, wir sollten jede Minute davon genießen.


Chris
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